News 24.06.2015

Mecklenburg-Vorpommern: Berufschancen in der Windenergie nutzen

Die Windenergie-Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich im Wettbewerb um Fachkräfte gut aufgestellt. Eine neue Umfrage zeigt: Drei Viertel der Firmen bilden aus. Das Angebot der Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten ist so vielfältig wie die Branchen, die sich mittlerweile in der Windenergie engagieren. Eine große Zahl von Firmen investiert in die Nachwuchssicherung. Damit wollen sie auch einen Beitrag leisten, junge Menschen im Land zu halten.

"Gemeinsam haben der Bundesverband WindEnergie, das WindEnergy Network und das Arbeitgebernetzwerk nordwindaktiv in den Unternehmen der Branche nachgefragt, welche Ausbildungsleistung diese erbringen. Wir wissen, dass viele unserer Unternehmen klassischerweise kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind. Aber auch einige große Unternehmen sind ausschließlich oder zu großen Teilen für die Windbranche tätig. Fast 75 Prozent der Unternehmen bilden selbst aus. Angesichts der Unternehmensgröße schwankt die Zahl der bereitgestellten Ausbildungsplätze deutlich und liegt zwischen 1 und 120", so Andreas Jesse, Landesvorsitzender Bundesverband WindEnergie Mecklenburg-Vorpommern.

"Es gibt Unternehmen, die auf den ersten Blick kaum mit der Energiewende in Verbindung gebracht werden, aber dennoch wichtige Teile ihrer Wertschöpfung hier generieren. Beispielsweise verfügt die Tamsen Maritim GmbH in Rostock über leistungsstarke Technik und stellt deshalb heute nicht nur Schiffe, sondern auch Gussformen für Rotorblätter her. Die Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH ist mit Servicearbeiten an Offshore-Windanlagen und Kabeln betraut. Die Berufsfelder der Branche werden immer breiter", betont Andree Iffländer, Vorsitzender WindEnergy Network, deutlich.

"Die Zahl der Schulabgänger in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mit 10.896 in 2014 auf einem niedrigem Niveau stabilisiert. Die Windenergiebranche, in der mittlerweile eine Reihe von Firmen der Metall- und Elektroindustrie aktiv sind, wirbt mit vielen anderen Branchen des Landes um diese wenigen Jugendlichen. Wir bieten eine sehr breite Palette von Ausbildungsplätzen an, die sich für Schüler unserer Regionalen Schulen genauso eignen wie für Abiturienten. Und auch duale Studienplatzangebote gibt es inzwischen in der Branche. Wir können den Jugendlichen im Land also ein gutes Angebot machen, auch weil es in den Unternehmen ein gutes Miteinander und faire Bezahlung gibt", so Thomas Lambusch, Vorsitzender des Arbeitgebernetzwerks "nordwindaktiv" und Präsident von Nordmetall.

"Die Windbranche im Land ist weiter auf Wachstumskurs. Wir haben sogar die realistische Chance, Menschen zurückzuholen, die für einen Arbeitsplatz in andere Bundesländer abgewandert sind, und Jugendlichen aus anderen Bundesländern bei uns Perspektiven zu geben", so Andreas Jesse, Andree Iffländer und Thomas Lambusch.