News 15.08.17

Bilanz Husum Wind: Klimaschutz als Motor nutzen, um den Industriestandort zu stärken

Das Arbeitgebernetzwerk „nordwindaktiv“ zieht eine positive Bilanz der Husum Wind 2017: „Wir haben an unserem vielbesuchten Stand in der Messehalle 2 mit vielen der rund 18.000 Messebesucher sehr gute Gespräche führen und Kontakte knüpfen können“, bilanziert nordwindaktiv-Geschäftsführer Stephan Kallhoff die vier Messetage. Höhepunkt war eine Podiumsdiskussion mit Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP), dem SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck und dem Landesvorstand Hamburg des Bundesverband WindEnergie (BWE) Dr. Axel Röpke zur Zukunft der Erneuerbaren Energien. BWE und nordwindaktiv haben dazu ein gemeinsames Positionspapier verfasst, das Sie hier herunterladen können.
Stephan Kallhoff betont: „Unser Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen verlangt, dass wir vor Mitte des Jahrhunderts kohlendioxidneutral leben müssen. Öl- und Gasheizungen sowie Autos mit Verbrennungsmotoren müssten sobald wie möglich durch Elektromobilität und elektrische basierte Heizungssysteme abgelöst werden. Der dafür benötigte Strom sollte aus erneuerbaren Energien stammen. Das wollen wir nicht durch Verbote und Markteingriffe befördern, sondern durch Marktanreize. Dazu müssen schnellstmöglich Energiespeicher errichtet werden, gerade an der Küste, wo die Energie Off- wie On-Shore in großer Menge erzeugt wird. Wir brauchen deshalb verstärkte staatliche Anreize aber auch Erleichterungen im Planungsrecht, damit diese Prozesse rasch in Gang kommen. Die Zubaukorridore für Solar- und Windkraftanlagen müssen eher angehoben als auf dem heutigen Stand gehalten werden. Dafür muss die Politik in der Bevölkerung werben, damit Vorbehalte und Widerstände abgebaut werden.  Diese Erkenntnis ist in der neuen Jamaika-Koalition in Kiel angekommen. Jetzt muss vor allem aber in Berlin an der beherzten Umsetzung gearbeitet werden. Dann können wir den Klimaschutz als Motor nutzen, um den Industriestandort Norddeutschland zu stärken.“